Am Samstag, dem 20.05.2017, fand der 45. GutsMuths-Rennsteiglauf statt. Hier ein Bericht von Rüdiger Burger und Karsten Sürich.

Running Team von Team Icehouse beim 45. GutsMuths-Rennsteiglauf

Supermarathon von Eisenach nach Schmiedefeld

(Rüdiger Burger)

"Am Start beim diesjährigen Rennsteiglauf auf die neu vermessene Strecke von 73,5 km waren Hans Eichmüller, Frank und Rüdiger Burger. Die äußeren Bedingungen, Wetter und die Streckenverhältnisse waren ideal.

Pünktlich und 6 Uhr erfolgte der Start auf dem Eisenacher Marktplatz, es wurden 2096 Läufer/ -innen auf die Reise über den langen Kanten geschickt. Schon nach dem ersten Anstieg bis hoch zum Burschendenkmal entzerrte sich das Läuferfeld. Ab dem Hohen Sonneberg bei Kilometer 7,4 wurde der Weg breiter, aber durch das stetige auf und ab war es nicht einfach, den richtigen Rhythmus zu finden. Man wusste ja, auf was man sich da einließ, waren ja Wiederholungstäter.

Nachdem Frank und ich letztes Jahr schlechte Erinnerungen hinsichtlich der unsanften Bodenberührungen hatten (zu viel miteinander gequatscht und nicht auf den Weg geschaut), beschlossen wir gleich von Anfang an, dass jeder sein eigenes Tempo laufen sollte. Schon nach den ersten Kehren löste sich das Team Icehouse-Trio auf. Frank hatte zwar den Ehrgeiz, möglichst lange mit Hans mitzulaufen, aber dieses Thema gehörte recht schnell der Vergangenheit an.

Da Hans Anfang Mai schon eine Top-Platzierung beim Salzburg-Marathon belegte, spiegelt dies nur seinen derzeitigen Trainingszustand wieder. Hans konnte selbst durch zwei Stürze nicht gebremst werden, so dass am Ende bei seiner zweiten Teilnahme gleich eine neue Bestzeit heraus kam. Hans überquerte in 06:46:25 Std. auf den 67. Platz das Ziel in Schmiedefeld.

Frank hatte auch gute Beine, so dass bei seinem Jubiläum - 10. Teilnahme - zwar keine Bestzeit heraus kam, aber die Serie hielt: Keine Finisher-Zeit über 8 Stunden! Im Gesamtklassement belegte Frank in der Zeit von 07:03:53 Std. den 129. Platz.

Nachdem ich schon auf den ersten Kilometern merkte, dass es bergauf irgendwie zäh lief, war bei mir recht schnell der Ehrgeiz weg, auf Bestzeit zu laufen. Ich stellte fest, dass beim diesjährigen Rennsteig-Supermarathon viele Ersttäter am Start waren. Deshalb beschloss ich, nachdem ich auch noch am nächsten Tag beim Maisel’s FunRun noch genug Power in den Beinen brauchte, hier etwas Kräfte zu sparen. Ab Kilometer 50 gesellte sich so ein Ersttäter zu mir. Nachdem wir uns etwa im gleichen Tempobereich bewegten, beschlossen wir kurzerhand, diesen Lauf gemeinsam zu finishen. Durch meine Streckenkenntnisse konnte ich das Tempo wohl dosieren, so dass wir sogar auf die letzten 5 Kilometer noch Tempo zulegen konnten und gemeinsam Hand in Hand das Ziel in 07:58:52 Std. überquerten.

Tipp: Alle, die dieses Flair auf den langen Kanten erleben wollen, sollten ausreichend Berg- bzw. Hügelläufe trainieren. Tempo ist nachrangig. Ohne genügend Power in den Beinen wird's eine harte Kiste."

Marathon von Neuhaus am Rennweg nach Schmiedefeld

(Karsten Sürich)

Auf die "normale" Marathondistanz wagten sich die Team-Icehousler(innen) Hubert Erl, Martin Lehner sowie Linde und Karsten Sürich.

Der Start war "erst" um 09:00 Uhr; der Bustransfer von Neustadt am Rennsteig (Pension) nach Neuhaus am Rennweg (Start) verlief dieses Jahr ohne Komplikationen. Kompliment an dieser Stelle an den Veranstalter für die in allen Bereichen großartige Organisation!

Nach dem obligatorischen Rennsteig-Lied und dem Schneewalzer-Schunkeln am Start begaben sich die vier Team-Icehouse-Sportler(innen) auf die 42,2-Kilometer-Distanz. Die Wetterbedingungen waren nahezu perfekt und die Sonne lachte. Wegen der Regenfälle am Vortag mussten wir allerdings mit matschigen Passagen rechnen. Die Strecke selbst ist landschaftlich beeindruckend, aber auch sehr anspruchsvoll. Auch Stürze waren an der Tagesordnung, auch wenn es zum Glück "von uns" niemanden erwischt hat.

Linde Sürich und Hubert Erl liefen gemeinsam und kamen sehr zufrieden im Ziel in Schmiedefeld an.

Karsten Sürich finishte nach 04:41:50 Std. Dies war zwar eine Verschlechterung gegenüber dem Vorjahr, jedoch ging er es bewusst langsamer an, weil er noch mit den "Nachwehen" des Hannover Marathons zu kämpfen hatte. Er nutzte aber die Gelegenheit, eine Art "Live-Dokumentation" während des Wettkampfs zu filmen.

Mit Abstand am schnellsten vom Team Icehouse Running Team war Martin Lehner, der nach 03:39:41 Std. die Ziellinie überquerte und damit den 36. Platz der AK50 erreichte.
Zitat Martin Lehner: "Der Rennsteiglauf ist einer der schönsten Läufe von Deutschland, den ich immer wieder gerne laufe. Das ständige auf und ab in herrlicher Landschaft mit vielen Crosspassagen machen richtig Spaß beim Laufen"

Fazit:

Der Rennsteiglauf ist immer wieder etwas Besonderes, allein schon von der Atmosphäre. Man muss ihn einfach selbst erleben.