Hart, härter, Icehouse ...so oder so ähnlich könnte man den Slogan nach einem heißen Wochenende bei der Ironman 70.3. Europameisterschaft in Wiesbaden verlauten lassen. Am vergangenen Wochenende durften die drei "Icemänner" Daniel Lunkenheimer und Michael und Stephan Tritschel ihrem Titel gerecht werden und zeigen, dass sie einen kühlen Kopf bewahren können.

Daniel Lunkenheimer beim IRONMAN 70.3 EUROPEAN CHAMPIONSHIP 2015 Wiesbaden.

Denn die 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21,2 Kilometer Laufen mussten die Athleten nicht nur bei Temperaturen über 30 Grad hinter sich bringen, sondern gleichermaßen die sehr fordernde Berg- und Talfahrt rund um Wiesbaden, die mit ihren 1450 Höhenmetern durch den Taunus zu einem der härtesten Radkurse der Mitteldistanz zählt, überstehen.

Die Laufstrecke war dagegen unvergleichlich flach, jedoch nach den vorangegangenen Strapazen für viele Athleten definitiv kein Selbstläufer. Doch die über 90.000 begeisternden Zuschauer trugen die Athleten mit begeisternden Anfeuerungen bis zu den letzten Metern ins Ziel. Bei den Profis holte sich Boris Stein den Gesamtsieg in einer Zeit von 04:03:08. Ihm gleich tat es die Dänin Camilla Pedersen bei den Profi-Frauen in einer Gesamtzeit von 04:36:04 . Zu diesem Zeitpunkt waren unsere Icehouse-Athleten noch in ihrem Rennen. Daniel Lunkenheimer finishte seine erste Mitteldistanz auf dem harten hessischen Kurs in einer Zeit von 04:58:16 sichtlich zufrieden. Hierdurch konnte er in seiner Altersklasse (AK 25-29) den 22. Platz erreichen und gesamt einen guten 146. Platz. Im folgte Stephan Tritschel in einer Zeit von 06:05:40. Stephan erreichte in der AK 40-44 den 99. Platz und insgesamt den 816 Platz. Sein Bruder Michael bestand seinen ersten Triathlon überhaupt gleich in der Mitteldistanz nach nur einem Jahr Vorbereitungszeit mit 06:41:24, wodurch er in seiner Altersklasse (AK 50-54) den 85. Platz und gesamt den 1138. Platz belegte. Insgesamt gingen 1746 Athleten an den Start, wobei 1401 Athleten das Ziel vor dem Wiesbadener Kurhaus erreichten.

Nach den Strapazen schmiedeten unsere Athleten bereits wieder Pläne für die nächsten Wettkämpfe. So wird z.B. Daniel im kommenden Jahr sein Debut auf der vollen Ironman-Distanz in Frankfurt versuchen, Stephan und Michael liebäugeln mit der Langdistanz – Ironman in Mallorca.