Am Sonntag, dem 10. Juni 2007 starteten 143 Triathleten (30 Frauen / 113 Männer) auf der olympischen Distanz, um ihre Bayerischen Meister im Triathlon zu ermitteln. Unter ihnen meldeten sich Matthias Grünert, Jürgen Kolb, Thomas Theisinger, Bernd Walter und Stefan Zeilmann als Einzelstarter und Max Hörath, Tim Höme und Christfried-Alexander Kurz als Team für die Staffelwertung vom Team Icehouse an

Starter Bayerische Meisterschaften

Bevor der erste Startschuss fiel, war jedoch klar, dass Matthias Grünert nicht teilnehmen wird. Immer noch litt er an Spätfolgen, die durch einen Schlag eines Gegners beim Triathlon in Altenkunstadt verursacht wurden. Thomas Theisinger musste sein Start-Vorhaben als Bundespolizist nach dem Einsatz zum G8-Gipfel in Heiligendamm auch auf Eis legen. Somit dezimierte sich die Einzelstarter-Mannschaft auf die übrigen drei Gemeldeten, für die der Sonntag Morgen mit einer Hiobsbotschaft begann. Entgegen der Verlautbarung des Veranstalters Wolfgang Pirl am Vortag gab es Neoprenverbot auf der Schwimmstrecke. Schlechtere Schwimmzeiten und mehr Kraftaufwand mussten somit eingeplant werden. 

Nach dem Start der Damen um 09:55 Uhr wurden die drei Icemänner Kolb, Walter und Zeilmann pünktlich um 10:00 Uhr auf die zwei Runden à 750 m im Trebgaster See geschickt. Ein kleiner Landgang von 50 m mit viel Unterhaltungswert beim Zurückspringen der Athleten ins Wasser unterbrach die erste Disziplin. Bernd Walter verließ das kühle Nass als 25. in 23:59 Min. Stefan Zeilmann, der durch ein Missgeschick mit seinem Transponder den Schwimmstart gerade noch pünktlich erreichte, kam in 33:16 Min. an Land und wurde von Jürgen Kolb im Abstand von 17 Sekunden verfolgt. {mosimage}

Bereits zu diesem Zeitpunkt war klar, dass Petrus die Wolken „rechtzeitig“ zum Radfahren öffnen würde. Auf einer neuen - aber mehr als nur gelungenen - Radstrecke ging es dann auf die anschließenden 41 km. Hier konnte Stefan Zeilmann mit dem besten Icehousesplit Zeit gut machen und legte die Strecke mit Wechselzeiten in 01:14:15 Std. zurück. Jürgen Kolb, der erst in seiner zweite Triathlonsaison steht, nahm auf der Radstrecke etwas Tempo heraus, um die bevorstehenden 10 km noch zu bewältigen, und fuhr die 41 km in 01:33:41 Std. Bernd Walter benötigte für die Strecke 38 Sekunden länger als Stefan Zeilmann und beendete die Radstrecke in 01:14:53 Std. Auf der Laufstrecke konnte Stefan Zeilmann dann seine läuferische Stärke ausspielen. Mit der 21. Laufleistung des Tages (38:26 Min.) finishte er in 02:25:57 Std. als 54. in der Gesamtwertung und 10. in der TM40. Bernd Walter benötigte für die schattenfreie Laufstrecke 39:46 Min. und sicherte sich somit in 02:18:38 Std. Platz 31 im Gesamtfeld und verfehlte mit 2 Sekunden den Platz aufs bayerische Meisterschaftstreppchen in der TM40. Jürgen Kolb konnte mit seiner Laufleistung von 50:46 Min. noch Boden gutmachen und finishte als 105. in einer Zeit von 02:58:00 Std. und somit als 16. der TM 45.

Staffel 

Im Staffelwettbewerb war Team Icehouse auch sehr erfolgreich. Das Kulmbacher Mönchshof-Laface-Team (Deichsel / Biebl / Hösl) gewann vor dem unserem Team. Schwimmer war Max Hörath, Radfahrer Tim Höme und Läufer Christfried-Alexander Kurz.

Impressionen unseres Schwimmers Max Hörath:

Um 10:00 Uhr am Sonntag bei noch Sonnenschein starteten die Staffeln (um eine halbe Stunde vorverlegt) des Mönchshof-Triathlon im Trebgaster Badesee. Bei ca. 24,5°C wurde der Neo überflüssig und ich beschränkte mich auf meinen Schwimmanzug. Am Start die üblichen Verdächtigen und die übliche "Schlägerei", die sich nach ca. 200 m auflöste. Der Rundkurs, den ich zweimal absolvieren musste, führte an zwei Wendepunkten vorbei und endete nach 1,5 km wieder am Trebgaster Badhaus, wo sich der Organisator Wolfgang Pirl eine kleine Besonderheit für dieses Jahr einfallen lies. Er baute einen Sprung ins "Trebgaster Nass" ein. Nach meiner ersten Runde stand der Sprung auch auf meinem Programm. Ich rannte auf den Bootssteg und sprang dann wieder in die Fluten. Wobei mich eine kleine Prellung ein bisschen einbremste.  Die zweite Runde war ziemlich anstrengend, aber nach gut 18:48 Min. ging ich kurz nach der 1. Staffel (Mönchshof) hinter meinem Schwimmkollegen Felix Deichsel aus dem Wasser. Dank eines guten Wechsels überholten wir die 1. Staffel und Tim machte sich auf die 40 km Fahrradstrecke, die durch den Kulmbacher Landkreis führte. Nach meinem Schwimmeinsatz war ich als Fotograf fürs Team Icehouse tätig.

Impressionen unseres Radfahrers Tim Höme

Nachdem ich den Transponder von Max bekommen hattem, fuhr ich als zweiter Radfahrer aller Staffeln los. Den Führenden vor Augen gab ich ordentlich Gas und übernahm nach kurzer Zeit die Spitze. Wenige Kilometer später musste ich jedoch zu meinem Entsetzen feststellen, dass sich ein weiterer Fahrer rangepirscht hatte und ich nun meinerseits die Führung wieder abgab. Nach einem 10 Km langen Kampf und etliche Ausflüge in den dunkelroten Bereich später war ich sehr zu meinem Leidwesen nicht mehr in der Lage zu folgen und ließ abreißen. Von da an fuhr ich bis in die wechselzone mit Rodrigo Nebel, wo mir kurz nach der Übergabe des Transponders ein breit grinsender 39-jähriger Zeitfahrspezialist erklärte ich hätte zwei Minuten von ihm bekommen. Egal, Spaß hats auf jeden Fall gemacht.

Impressionen unseres Läufers Christfried-Alexander Kurz:

Während Max und Tim beide um 10:00 Uhr in Trebgast vor Ort waren, konnte ich mir entspannt die Triathlon-Messe am Kulmbacher Mönchshofgelände anschauen. Als nicht einmal 20 Min. später der erste Wechsel erfolgte, war ich noch ahnungslos vom erfreulichen Zwischenergebnis.
Gegen 10:45 Uhr begann ich damit, mich einzulaufen... Von den Organisatoren konnte mir keiner etwas vom Stand nach dem Schwimmen mitteilen. Also wartete ich weiter, während ich die ersten Konkurrenten beim Warmmachen beobachtete.
Plötzlich kam der erste Radfahrer einer Staffel in die Halle am Mönchshofgelände, in der der Wechsel erfolgte. Die Ruhe in der Wechselzone war somit verflogen. Bereits zu diesem Zeitpunkt war mir klar, dass ich den für das Mönchshof-Laface-Team startenden Tschechen nicht mehr einholen kann. Meine Hoffnung war also, dass Tim als Zweiter Staffelteilnehmer mit seinem Rad die Halle betrat. Und so kam es dann auch. Somit war ich mir meiner Aufgabe bewusst: nämlich den zweiten Platz zu sichern. Nach Transponderübergabe hatte ich erst einmal Probleme, den Gürtel samt Sartnummer zu befestigen.
Nach Verlassen der Halle merkte ich schnell, dass dies überhaupt nicht meine Temperaturen waren. Also versuchte ich, langsam in den Lauf hineinzufinden und es nicht zu schnell anzugehen. Im Vertrauen darauf, dass Tim mir einen ordentlichen Vorsprung mit auf den Weg gab, konnte ich relativ relaxed an die Sache herangehen, da der Tscheche Hösl für mich eh unerreichbar war. Nach 5 km war der Wendepunkt erreicht, ich verzichtete auf die Uhr zu schauen und nur darauf zu achten, wann ich dem nächsten Staffelteilnehmer auf der Wendepunktstrecke begegnete. Als ich schließlich dem ersten begegnete, war ich mir sicher, dass wir als Staffel später den zweiten Platz belegen werden. Angesichts des starken Mönchshof-Laface-Teams konnten wir mit dem Ergebnis auch absolut zufrieden sein.
Nach 37:37 Min. erreichte ich mit der drittbesten Laufzeit der Staffelteilnehmer das Ziel... Die angepeilte Zeit von unter 37 Min. hatte ich damit verpasst. Trotzdem war ich glücklich darüber, beendet zu haben, was Max und Tim so erfolgreich für unsere Staffel begonnen hatten.