Am Sonntag, dem 17. Juni 2007, startete die 14. Auflage des Stadt-Triathlons in Erding. Der Stadt-Triathlon startete mit einem neuen Rekord: 20 Mal musste die Startpistole knallen, bis die mehr als tausend Sportler der verschiedenen Wertungen auf die Schwimmstrecken im Kronthaler Weiher geschickt waren. Der Grund für die Startinflation lag in einer Besonderheit des diesjährigen Stadt-Triathlons:

Der Triathlonverband und die Veranstalter von Trisport Erding zeigten sich nämlich experimentierfreudig und ersannen für die Starter der Bayerischen Triathlonliga, die in diesem Jahr in Erding zu Gast waren, eine besondere Schikane. Die Athleten mussten zweimal ran: Zunächst starteten sie am frühen Morgen zu einem „Swim & Run“, also einer Kombination aus Schwimmen und Laufen – und gegen Mittag dann zu einem „Supersprint“, einem kurzen Triathlon mit 400 Meter Schwimmen, 13 Kilometer Rad fahren und 2,5 Kilometer Laufen.

Taktieren war gefragt

Eine möglichst gute Platzierung oder schauen, dass das gesamte Team durch den Wettkampf kommt? Diese taktischen Überlegungen musste sich die Bayernliga-Mannschaft des Team Icehouse (Benjamin Lenk, Stefan Förch, Martin Hölzhammer und Jan-Stefan Faber) vor dem Wettkampf machen. Beim Swim and Run wurden die einzelnen Mannschaften im Abstand von jeweils 30 Sekunden auf die 400 m lange Schwimmstrecke und den anschließenden 2 km langen Laufabschnitt geschickt, wobei die Zeit erst angehalten wurde, sobald der Dritte der Mannschaft die Ziellinie überquert hatte. Die schon angesprochenen taktischen Überlegungen betrafen dabei den letzten Mann – falls dieser mehr als 30 Sekunden Rückstand im Ziel hatte, durfte dieser am Mittag nicht mehr an den Start gehen. Die Mannschaft des Team Icehouse entschied sich, Faber als den schwächsten Läufer noch die ersten 500 m zu begleiten, damit der Abstand nicht zu groß wurde und er somit die Möglichkeit hatte, am Nachmittag zu starten. Hier erzielten die Starter des Team Icehouse in 14:25 Min. den 4. Platz.

Sieg für Benjamin Lenk im Supersprint

Am Mittag wurden alle Bayernliga-Starter zusammen auf die Supersprint-Distanz geschickt. Nach einem schnellen ersten Wechsel erwischte Benjamin Lenk gerade noch die erste Radgruppe, die sich, da das Windschattenfahren erlaubt war, die Arbeit gut aufteilte und so ihre Führung sogar ein wenig ausbauen konnte. Stefan Förch konnte dieser Gruppe leider nicht mehr folgen und fand sich in der zweiten Gruppe wieder, zu der auch Jan-Stefan Faber bei der Hälfte der Strecke Anschluss fand. Auf der abschließenden Laufstrecke konnte Benjamin Lenk noch zwei vor ihm liegende Starter abfangen und somit die Bayernligawertung des Supersprints für sich entscheiden. Auch Stefan Förch konnte sich beim Laufen recht weit vorne in der Gruppe halten und steuerte einen sehr guten 10. Platz zur Teamwertung bei. Martin Hölzlhammer konnte beim Laufen noch einige Plätze gut machen und kam als 25. ins Ziel. Mit dem 28. Platz rundete Jan-Stefan Faber das Mannschaftsergebnis ab.

3. Platz für Team Icehouse

Auch im Sprinttriathlon konnte das Team Icehouse den 4. Platz verbuchen, was somit auch den 3. Platz in der Tageswertung bedeutete. Mit diesem Ergebnis können die vier Athleten in ihrer ersten Bayernliga-Saison mehr als zufrieden sein.

Volkstriathlon

Neben der Olymischen Distanz wurde in Erding auch ein verkürzte Volksdistanz (0,4 / 20 / 2,5 km) ausgetragen. Obwohl der Team Icehouse Landesliga-Triathlet Matthias Grünert nach dem Wechsel auf das Fahrrad in einen Unfall verwickelt war – ein Sportler hat sich beim Anfahren und „Schuheinsteigen“ überschlagen und kollidierte mit Matthias Grünert – noch einen 73. Platz (10. AK) erringen.