Die ITU Cross Triathlon WM in Zittau war für Benjamin Lenk vom Team Icehouse Bayreuth der Abschluss ein sehr erfolgreichen Saison. Mit der Regionalligamannschaft wurde er erst vor zwei Wochen beim Ligafinale in Regensburg Bayerischer Mannschafts-Vizemeister und im Juli konnte er den Deutschen Meistertitel bei den Deutschen Meisterschaften der Altersklassen-Athleten über die Sprint-Distanz in Darmstadt feiern. Nun verpasste er bei der Heim-WM auf dem schweren Kurs über 1,5 Schwimm-, 36 Mountainbike- und neun Laufkilometer in seiner Altersklasse als bester Deutscher nur um 23 Sekunden Bronze.

Benjamin Lenk bei den ITU Cross Triathlon World Championships 2014 in Zittau (Quelle: Simon Pech, Augenfutter)

Insgesamt waren in Zittau 31 Nationen mit 550 Starterinnen und Startern gemeldet. Für die noch junge Ausdauerrichtung Cross-Triathlon ist das ein erfreulich hoher Wert und das gelungene Rennen der Oberlausnitz wird sicher dazu beitragen, dass der Cross-Triathlon weiter Zuwachs erhalten wird.

1,5 Kilometer Schwimmen mit "Wasserschatten"

Der Regionalligakapitän von Team Icehouse war bereits 2009 in Zittau bei der Deutschen Meisterschaft im Cross Triathlon am Start und konnte sich über Bronze bei seiner Cross-Premiere freuen. Die Strategie für das 1,5 Kilometer lange Schwimmen im Olbersdorfer See war eine kontrollierte Einheit, da die gesamte Wettkampfzeit bei diesem Format ca. 60 Minuten länger als die klassische Olympische Distanz mit einem Rennradsplit ist. Dies gelang gut, da er optimalen „Wasserschatten“ eines Mitstreiters hatte und mit 20:49 das beste Schwimmen innerhalb seiner Altersklasse vor dem späteren fünften Atis Brikovskis aus Lettland und dem späteren Sieger Thomas Vonach aus Österreich ablieferte.

36 Kilometer Mountainbike mit Schlammschlacht

Nach dem letzten klassischen Triathlon in Regensburg musste das Radtraining vom Rennrad auf das Mountainbike umgestellt werden um auf den Radsplit bei der WM gut zu meistern. Die ersten acht der insgesamt 36 Kilometer auf der durch die regnerischen Tage vor der Veranstaltung extrem nassen und matschigen Strecke waren technisch einfach und wurde mit hoher Geschwindigkeit absolviert. Danach folgten viele und anspruchsvolle Trails, welche gerade wegen der in der Veranstaltungswoche durch eine Bahntrainingseinheit gezerrte Wade Kraft kosteten und nicht einfach zu fahren waren. Nach 1:59:23 und er sechstbesten Zeit auf dem Rad erreichte er den zweiten Wechsel.

3,5 Kilometer hartes Laufen 

Die ersten 3,5 Kilometer der Laufstrecke waren leicht bergauf und konnten von Lenk gut absolviert werden. Auf den restlichen Kilometern in das Ziel hatte er Wadenkrämpfe, da nun die sonst üblichen 2 Stunden Wettkampfdauer einer Olympischen Distanz mit Rennradsplit überschritten wurden.

Nach einer Laufzeit von 37:46 finishte Lenk mit einer hervorragenden Zeit von 3:01:05 und verpasste nur um 23 Sekunden den Podestplatz und eine Medaille für die deutsche Nationalmannschaft. Im Ziel zog der Team Icehouse Triathlet folgendes Fazit: „Ich bin sehr zufrieden mit der Platzierung und dem Ergebnis. Ärgerlich ist natürlich, dass mich nur einige Sekunden von Bronze trennten und ich ohne die Zerrung beim Laufsplit schneller unterwegs gewesen wäre. Anscheinend war das Bahntraining einfach eine Einheit zu viel.“ Sieger war der Österreicher Thomas Vonach in 2:59:41. Danach folgte der Gregoire Bouchet aus Frankreich in 3:00:11 und Paul Cooper aus Großbritannien in 3:00:43. Zweitbester Deutscher war Mirko Querfeld in 3:16:04 auf Platz 8.