Am 16.08.2014 fand der 25. Leipziger 100 km Lauf am Auensee statt. Andrea Schadewell wurde Bayerische Meisterin und Frank Burger, Rüdiger Burger und Klaus-Dieter Hellwig freute sich über tolle Ergebnisse.

Team Icehouse Lauftrio beim 25. 100-km-Lauf 2014 in Leipzig. (Quelle: Andre Dreilich)

Hier ein toller Bericht von Rüdiger Burger.

Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden unter anderen der Sachsenmeisterschaft sowie die bayrische und die oberfränkische Meisterschaft im 100 Kilometerlauf ausgetragen.

Pünktlich um 6:00 Uhr erfolgt der Startschuss auf der August-Bebel-Kampfbahn. Bei besten Laufwetter, 15 Grad wurden insgesamt 158 Läufer und Läuferinnen auf die Strecke geschickt, 93 entschieden sich für die 100 Kilometer.

Das Läuferfeld sortierte sich recht schnell, Andrea Schadewell und Rüdiger Burger entschieden sich etwas verhalten anzugehen, Tempo etwa 11 bis 11,5 km/h. Frank dagegen gab erstmal Fersengeld und lief los wie die Feuerwehr. Nachdem 2 von den 10 zu laufenden Runden a 10 Kilometer absolviert waren, entschied sich Andrea nun die bis dahin Führende Frau Dr. Sattler aus Nürnberg anzugreifen. Der Führungswechsel erfolgte etwa bei Kilometer 23, gleichzeitig wurde Frank Burger wieder eingefangen. Nach einer kleinen Tempoverschärfung bis Kilometer 30, enteilte Andrea Schadewell und Frank Burger.

Marathonmarke 3:40 - Halbzeitmarke 4:24

Die Marathonmarke überliefen diese nach 3 Stunden 40 Minuten. Kurz vor Halbzeit wurden nunmehr der Icehouse-Express wieder mit Rüdiger Burger kompletiert, dieser lief nach einen kurzen Tempoverschärfung zu den beiden Andrea Schadewell und Frank Burger wieder auf. Die Halbzeitmarke wurde nach 4 Stunden 24 Minuten durchlaufen.

Vorteil auf dieser Strecke in Leipzig ist, da es eine Pendellaufstrecke ist und somit auch den Gegner immer direkt beobachtet werden kann, kommt dieser näher oder ist mein Vorsprung größer geworden. Die nächsten Kilometer 60 bis 80 waren recht kurzweilige, bissl Muskelzucken in den Waden und Oberschenkel und ein Ziehen hier und da; das ist aber bei so einer Distanz ganz normal, jeder kommt mal in so eine Situation.

Positionskämpfe in Runde 9

In der 9 Runde, etwa bei Kilometer 83 wurde Andrea Schadewell von der späteren Siegerin in der Frauenwertung Heike Bergmann von der LG Nord Berlin Ultrateam eingeholt, diese hatte zu diesem Zeitpunkt die meiste Power. Andrea Schadewell wirkte bisschen geknickt, da Sie bis dahin über 60 Kilometer das gesamte Frauenfeld angeführt hatte. Sie kommentiert diese Situation mit den Worten: „nun hab ich kein Fahrrad mehr, Schade“ (Führende der Männer- sowie der Frauenwertung hat Radbegleitung). Kurz darauf wurde Andrea auch noch bei Kilometer 87 von der später Zweitplatzierten Annett Bahlcke überlaufen. Die beiden Läuferinnen von der LG Nords Berlin waren einfach im Finish zu Stark. Die bis dahin ständigen Begleiter von Andrea Schadewell, Frank und Rüdiger Burger erwiesen sich in dieser kritischen Phase des Rennens als sehr nützlich.

Die Motivation der Team Icehouse Trios ging nochmal nach oben, da es schon bei Kilometer 96 feststand, das Andrea Schadewell den dritten Gesamtplatz sicher hat, obwohl die später Viertplazierte Jana Aschmann eine tolle Schlussrunde hingelegt hatte.

Gemeinsamer Zieleinlauf der "Burger Brüder"  mit der Bayerischen Meisterin Andrea Schadewell

Kurz vor überlaufen der Ziellinie wurde Andrea von Ihren beiden Begleitern Frank und Rüdiger Burger in der Mitte genommen, so dass Sie Hand in Hand gemeinsam unter den Applaus der Zuschauer diese nach 9 Stunden 26 Minuten überquerten. Unter den ersten Gratulanten war auch gleich der Vertreter vom BLV, der Andrea Schadewell zum Gewinn der Bayerischen Meisterschaft im 100 Kilometer Lauf beglückwünschte. Jörg Stutzke Präsident vom Deutschen Ultralaufvereinigung e. V. war von der Leistung und den Rennverlauf sehr angetan, hatte schon lange nicht mehr so ein spannendes Rennen gesehen.

Bei den Männern gewann der Serienmeister der letzten 3 Jahre Christian Jakob von der SV Schwindegg in der Zeit von 7 Stunden 42 Minuten. Heike Bergmann von der LG Nord Berlin Ultrateam gewann die Frauenwertung in der Zeit von 9 Stunden 13 Minuten. Unser vierter Läufer von Team Icehouse, Klaus-Dieter Hellwig hatte wieder seinen eigenen Kampf mit der Strecke. Er finishte in der Zeit von 11 Stunden 52 Minuten.

Fazit: solche Strecken werden zu 80 % im Kopf entschieden!