Der 1. Triathlonclub Oldenburg „Die Bären“ richteten am letzten Augustwochenende am Zwischenahner Meer zum 24. Mal den Bärentriathlon aus. In diesem Jahr starteten die beiden Team Icehouse-Triathleten Katja Hornung und Claus-Dieter Behrens über die Olympische Distanz. Hier ein Bericht von Claus-Dieter Behrens.

Katja Hornung beim 24. Oldenburger Bärentriathlon 2014 in Bad Zwischenahn.

Sowohl Petrus, der kurz vor dem Start bei 13° Lufttemperatur noch einmal alle Teilnehmer ordentlich duschte, als auch Neptun waren keine glühenden Anhänger des Triathlonsports, denn mit 18,5°C waren die Fluten des Zwischenahn Meeres schon sportlich frisch.

Hatte Katja letztes Jahr aufgrund der Größe des Zwischenahner Meeres und des Windes noch Probleme mit dem kabbligen Wasser, stellten dieses Jahr die niedrigen Wassertemperaturen Claus anfänglich vor Probleme stelle. Durch vermehrtes Freiwassertraining in Trebgast hatte sich Katja gut auf die Temperaturen eingestellt, während Claus zunächst versuchte, mit einem ähnlich forschen Schwimmen wie zuvor in Kitzingen schon zu Anfang Boden gut zu machen. Allerdings mußte er schnell feststellen, daß das aufgrund der Temperaturen nicht zu realisieren war. Nachdem er seine Renntaktik für die Schwimmstrecke geändert hatte, zog auch er danach die 1.500m durch.

Mit einem Abstand von knapp 40sec entstiegen beide den nassen Fluten der Perle des Ammerlandes, um auf das Rad zu wechseln. Zu diesem Zeitpunkt lagen sie im vorderen Drittel des Teilnehmerfeldes.

Mit „Höchst“geschwindigkeit über die Radstrecke

Der Radkurs führt drei Mal um das Zwischenahner Meer und dürfte für Fahrer aus dem Mittelgebirgsraum eher als anspruchs- oder humorlos gelten. Wer aber in der Lage und willens ist, die Strecke mit konstant hoher Geschwindigkeit durch“zudrücken“, findet hier das optimale Terrain. Die durch Regen noch nasse Strecke stellte dabei für keinen Fahrer größere Probleme dar.

So wie bei den anderen drei Starts in dieser Saison auch, arbeitete Claus sich auf der Radstrecke mit einer guten Radleistung durch das Fahrerfeld nach vorne. Von Vorteil ist auf dem Rundkurs, daß die Athleten immer das Gefühl haben, den vor ihnen liegenden Fahrer einholen zu müssen, da ständig jemand vor einem fuhr, an dem man meinte, sich orientieren zu müssen. Mental unerheblich ist dabei, ob es sich um einen Starter über die Olympische oder die Sprintdistanz handelte, einen Staffelteilnehmer oder um einen überrundeten Fahrer. So konnte Claus mit einem Schnitt von gut 38km/h die Radstrecke hinter sich bringen. Mit etwas Abstand kam auch Katja zurück in die Wechselzone. Aber auch sie ließ mit ihrer wieder einmal sehr starken Radzeit ⅔ des Männerfeldes hinter sich.

Die Ernte wird per pedes einfahren

Auf der abschließenden Laufstrecke, einem viermal zu absolvierenden Rundkurs ging es jetzt noch darum, die Platzierung zu halten und ins Ziel zu laufen. Im Unterschied zur Radstrecke, kamen später auch noch die männlichen und weiblichen Teilnehmer der norddeutschen Regionalliga bei ihrem Saisonabschluß auf die Laufstrecke. So gab es auch auf der Laufstrecke immer einen Läufer, auf den man auflaufen konnte, oder an den man sich dranhängen konnte. Hier konnte Katja mit einer guten Laufleistung, die sie schon während der ganzen Saison zeigte, ihren vierten Platz in der Gesamtwertung der Damenwertung halten. Claus konnte sich noch weiter zwei Plätze gut machen.

Saisonfazit

Gleichzeitig bedeutete dies für Katja nach der bayerischen Vizemeisterschaft in Trebgast im Juni und dem ersten Platz in Regensburg Anfang August, den zweiten Altersklassensieg und das dritte Podium in der aktuellen Saison. Claus konnte in Bad Zwischenahn nach dem zweiten Platz in Kitzingen mit dem dritten Platz in seiner AK eine weitere Podiumsplatzierung hinzufügen. Auch der 24. Bärentriathlon war wieder ein perfekt organisierter Wettkampf, der von einem engagierten Team aktiver Triathleten aller Altersklassen durchgeführt wurde und insbesondere von der entspannt-humorvollen Art des Sprechers getragen wurde. Trotz der langen Anfahrt lohnt sich eine Teilnahme jedes Jahr wieder auf's Neue.