Frankfurt redet vom „Längsten Tag des Jahres“, wenn die Triathleten die Stadt und das Umfeld Anfang Juli bevölkern. In diesem Jahr war der Mainova IRONMAN Frankfurt gleichzeitig die DTU Deutsche Meisterschaft über die Triathlon-Langdistanz und unter den Startern waren auch drei Bayreuther Triathleten. Daniel Lunkenheimer finishte mit einer hervorragende Zeit von 09:19:34.

Daniel Lunkenheimer (vorne) beim Mainova IRONMAN EUROPEAN CHAMPIONSHIP 2016 in Frankfurt.

Für Rolf Herrling, Daniel Lunkenheimer vom Team Icehouse und seinen Mannschaftkollege der Team Icehouse Triathlon-Regionalliga-Mannschaft Torben Hoffmeister vom SVB begann der Renntag am Langener Waldsee um 06:40 Uhr um hier die Schwimmstrecke über 3,8 Kilometer zu meistern.

Lunkenheimer war beim für Frankfurt neuen Rolling Start direkt als einer der ersten Schwimmer vorne dabei und konnte eine gute Schwimmleistung von 52:17 zeigen. Er zeigte sich mit seinem Schwimmergebnis voll zufrieden. Auch Hoffmeister zeigt ein solides Schwimmen in 59:20. Herrling konnte mit einer für ihn guten Zeit von 68 Minuten das Schwimmen beenden.

Hoffmeister wechselte in nur 3:44 auf das Rad. Lunkenheimer benötigte 2 Sekunden länger und der Radsplit war dann voll nach Plan. Er fand gleich ein gutes Tempo welches er auch halten konnte. Dies hieß, dass er die ersten 1,5 Runden einen 37er Schnitt fuhr und gegen Ende des Radteiles wieder etwas rausnahm, sodass er wie gewünscht das Radfahren bei seiner ersten Langdistanz unter 5 Stunden – genauer 4:58:43 - beenden konnte. Die äußeren Bedingungen insgesamt waren ideal, nur in der zweiten Radrunde kam etwas Wind auf. Auch für Hoffmeister liefen die ersten 140 Kilometer nach Plan, da er diese mit einem 38er Schnitt absolvierte und dabei sogar einige Konkurrenten einholen konnte. Eine 90 Grad rechts-links Kombination innerorts wurde ihm dann zu Verhängnis. Er befuhr diese mit einem zu hohen Tempo und wurde nach der Linkskurve immer weiter nach außen bzw. rechts getragen und beide Laufräder knallten gegen den Bordstein. Dies hatte zur Folge, dass er nach rechts abhob und unglücklicherweise gegen ein Straßenschild flog. Trotz Schmerzen in der Hüfte, der rechten Hand, dem rechten Arm und vor allem der Schulter die direkt durch das Schild abgebremst wurde entschied er sich weiterzufahren. Die ersten 5 Kilometer fuhr er etwas abwesend, kam dann aber wieder in seinen Rhythmus. Aufgrund seines lädierten rechten Daumens, musste er sich eine neue Schalttechnik angewöhnen. Trotz dieser Rahmenbedingungen absolvierte er das Radfahren in einer hervorragenden Zeit von 4:55:01. Ohne den Sturz hätte die Uhr für den Radsplit sicherlich eine Zeit von 4:45-4:50 angezeigt. Herrling, dessen Ziel eine Radzeit von 6 Stunden war, lag zwischenzeitlich sehr gut im Plan, wurde jedoch in der letzten Stunde von einem intensiven und langanhaltenden Regen und viel Wind bei einer Temperatur von ca. 13 °C vollständig durchnässt. Den anschließenden Marathon konnte er völlig unterkühlt nicht mehr antreten und musste nach einem Radsplit von 6:10 Stunden den Wettkampf nach dem Radfahren abbrechen.

Lunkenheimer und Hoffmeister waren hier nach schnellen Wechseln von 01:40 und 02:10 schon seit über einer Stunde auf der Marathonstrecke. Trotz der weiterhin anhaltenden Schmerzen ging das Laufen für Hoffmeister vergleichsweise gut. Nach 10 Kilometer war aber klar, dass es noch ein langer Tag werden würde, da wegen Magenproblemen die weitere Nährstoffaufnahme nicht mehr möglich war. Also wurde die dritte Runde teilweise gewandert, teilweise getrabt, nur nicht mehr gelaufen. Die letzten 8 Kilometer wurden zumindest wieder gejoggt. Den Marathon absolvierte Hoffmeister in 3:41:27 und finishte mit einer Gesamtzeit von 09:41:42 (Altersklassenplatzierung 24 und 246. der Männer).

Lunkenheimer lief die ersten 25 Kilometer im Plan. Danach ging es allerdings mit seiner Leistung bergab, da er unterzuckerte. „Meinen Zieleinlauf habe ich leider gar nicht mehr so richtig wahrgenommen. Die leichte Steigung vom Main hinauf zum Römer hat sich für mich wie eine Bergbesteigung angefühlt. Definitiv bin ich vom Langdistanzvirus infiziert und hoffe, dass ich durch fleißiges Training nächstes Jahr meine Zeit an die 9-Stunden-Marke heranbringen kann,“ so Team Icehouse Triathlet Daniel Lunkenheimer der nach einer Marathonzeit von 03:23:08 das Ziel in einer hervorragenden Zeit von nur 09:19:34 (114. Finisher der Herren und 25. in der Altersklasse).