Der letzte Wettkampf im Ligabetrieb der 2. Triathlon Bundesliga Süd ging in Baunatal über die Bühne. Triathlonschule.de Team Icehouse aus Bayreuth zeigte hier wahren Teamgeist und erreichte den fünften Platz.

Das Team beim City Triathlon Baunatal 2018 - 2. Triathlon-Bundesliga Süd

Triathlon als Mannschafts- und nicht als Individualsport

Allein der Mannschaftswettkampf stellt für gewöhnliche Triathleten eine Besonderheit dar, sogar bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokyo feiert dieses Format als sogenannte Team Mixed Relay sein Debüt. Mit einer weiteren Spielart davon hatten die fünf Starter Benjamin Lenk, Thomas Voit, Stefan Högl, Leon Pfeiffer und Felix Zimmermann am Sonntag zu tun: Die Reihenfolge blieb mit Schwimmen, Radfahren und Laufen identisch, jedoch gab es nach der ersten Disziplin eine Pause von etwa 60 Minuten. Danach folgte der Start zum abschließenden Bike-and-Run mit den Zeitabständen des Schwimmens.

Schwimmen im 25 Meter Hallenbad

Jeder Mannschaft stand eine eigene Schwimmbahn zur Verfügung, auf der es 750 Meter geschlossen zu absolvieren galt. Voit fiel wie so oft die Aufgabe zu, seinen Kumpanen an vorderster Position die Geschwindigkeit vorzugeben und Wasserschatten zu bieten. Die Zeit wurde mit dem Anschlag des vierten Schwimmers einer jeden Mannschaft gestoppt, für die Bayreuther stand eine Zeit von 10:13 Minuten und somit Platz acht zu Buche. Platz drei und Platz 13 trennten lediglich 42 Sekunden, sodass allen Zuschauern und Sportlern klar war, dass der zweite Wettkampfteil hart umkämpft sein wird.

Angriff auf dem Rad und Entscheidung beim Laufen

Die Entscheidung über den Tagessieg sowie die Gesamtplatzierungen der Saison wurde mit einem sogenannten Le-Mans-Start eingeläutet. Hierbei befinden sich die Teilnehmer noch nicht auf ihren Fahrrädern, sondern müssen den Weg dorthin erst zu Fuß bestreiten. Entsprechend den ermittelten Zeitabständen hieß es für die Mannschaft von Team Icehouse eine Sekunde hinter der Mannschaft aus Würzburg zu den Fahrrädern zu stürmen. Dort angekommen folgte das im Triathlonsport übliche Prozedere von Helm aufsetzen, Fahrrad aus der Halterung nehmen und zum Ausgang der Wechselzone schieben. Dort angekommen ging es nach dem Sprung auf das Rad auf drei Radrunden von etwa 7 Kilometern Länge. Auch hier galt der Teammodus, d.h. nur innerhalb einer Mannschaft durfte Windschatten gefahren werden. Zu anderen Teams musste ein Abstand von 25 Metern eingehalten werden, welcher durch Wettkampfrichter auf Motorrädern kontrolliert wurde. Zimmermann tat sich bei den Oberfranken besonders hervor und leistete wertvolle Tempoarbeit für seine Mannen. Wie erwartet wurde um jede Position gekämpft und die Entscheidung musste beim Abschlusslauf fallen.

Die Laufasse machen den Unterschied

Nach dem Wechsel in die Laufschuhe wurde mit dem Wissen um die nachfolgenden Mannschaften von den Bayreuthern ein sehr hohes Tempo angeschlagen, um diese zu distanzieren. Pfeiffer konnte diesem Tempo nicht mehr folgen und ließ seine Kameraden ziehen, da im Ziel lediglich die Zeit der vierten Athleten zählte. Die enorm starken Läufer Zimmermann und Högl unterstützten Lenk und Voit durch Schieben an der Hüfte, was nach letztendlich drei Laufrunden von je 1,65 Kilometer Länge und einer Gesamtzeit von 1:01:10 Stunde auf Platz fünf endete.

Platz sechs in der Endabrechnung für Team Icehouse e.V.

Der Tagessieg ging souverän an das Triathlon Team DSW Darmstadt II, gefolgt von REA Card Triathlon Team TuS Griesheim II und dem heimischen Team Brille 1 KSV Baunatal. In der Abschlusstabelle der Saison 2018 änderte sich im Vergleich zum Tagesergebnis lediglich Platz drei, der von Tri Post Trier Sport errungen werden konnte, welcher nun aufstiegsberechtigt für die 1. Triathlon Bundesliga ist. Die beiden erstplatzierten Mannschaften haben bereits jeweils eine Mannschaft in dieser Liga. Das Bayreuther Team Icehouse erreichte wie bereits in der Premierensaison 2017 erneut den sechsten Platz. Vereinspräsident Frank Übelhack: „Wir sind super stolz auf unsere Jungs, die bewiesen haben, dass der Weg in Deutschlands zweithöchste Triathlonliga die richtige Entscheidung war. Der sechste Platz ist für uns ein überragendes Ergebnis und zeigt, was wir vor allem haben: Teamgeist. Nun geht es für die Jungs in die wohlverdiente Saisonpause.“