In der Saison 2017 gab die Triathlonmannschaft von Team Icehouse e.V. aus Bayreuth ihr Debüt in Deutschlands zweithöchster Triathlonliga, der 2. Triathlon Bundesliga Süd, welche in eine Nord- und Südstafette unterteilt ist. Auf Anhieb erreichte man am Saisonende 2017 den sechsten Platz und alle Bedenken und Zweifel bezüglich der Richtigkeit des Aufstiegs waren verflogen. So ging es auch in diesem Jahr in dieser Liga um Platzierungen, Zusammenhalt, Konstanz und Punkte.

Platz 6 in der 2. Bundesliga Süd 2018 für das triathonschule.de Team Icehouse Bayreuth

Herausforderung Alltag und Sport

Anfang Juni begann der Ligabetrieb relativ spät, stehen die ersten Triathlonveranstaltungen doch schon Anfang Mai in den Kalendern. Für die Bayreuther war der verzögerte Ligabetrieb eher ein Segen, als ein Fluch. Bedingt durch Studium, berufliche Umorientierung, Umzug oder Verletzungen gab es für viele der Sportler im Kader wichtigere Dinge, die Triathlon in den Hintergrund rücken ließen. Gerade im Grenzbereich zwischen ambitionierten Amateur- und Leistungssport machen solche Faktoren den Athleten oft einen Strich durch die Planungen, Ziele und Vorhaben.

Neue Mitglieder und ein gelungener Einstand

In Darmstadt standen dann mit Felix Zimmermann und Leon Pfeiffer am 10. Juni gleich zwei Neulinge neben Benjamin Lenk, Stefan Högl und Thomas Voit auf dem Startponton. Jungspund Pfeiffer und Routinier Zimmermann, ausgestattet mit Erfahrung in der 1. Triathlon Bundesliga, sollten nicht nur beim Saisonstart eine wichtige Rolle spielen. Mit dem siebten Platz zeigte man, dass es trotz der problembehafteten Vorbereitung in den Wintermonaten um die Leistungsfähigkeit nicht so schlecht steht.

Auch im Freistaat eine Station der Bundesliga

Nur eine Woche später stand mit dem Wettkampf am Rothsee der einzige bayerische Stopp des Ligakarussells an. Mit Ausnahme von Zimmermann, der durch die langjährige Mannschaftsstütze Andreas Zwerger ersetzt wurde, änderte sich die Aufstellung auch im heimischen Franken nicht. Am Ende des Tages stand mit dem neunten Platz ein Ergebnis zu Buche, mit dem man zufrieden sein konnte, jedoch hatte man sich mehr erwartet. In der Tabelle konnte man den siebten Rang festigen.

Die Personalsorgen werden deutlich, die Mannschaft liefert trotzdem

Der 22. Juli hielt allen Mannschaften im wahrsten Sinne des Wortes ein Bergfest im baden-württembergischen Mühlacker bereit. Die Sportler freuten sich auf die Premiere als Austragungsort der Bundesliga, wobei hauptsächlich der Berg auf der Radstrecke den starken Radfahrern ein Glitzern in die Augen zauberte. Die Oberfranken konnten keinen fünften Mann aufbieten und mussten zu viert in das Schwimmbecken des Freibades springen. Zimmermann, Pfeiffer, Lenk und Voit sollten es an diesem Tag richten und vor allem der Erstgenannte setzte auf dem Rad und beim Laufen deutliche Akzente. Mit Platz sechs fuhr man das bis dato beste Saisonergebnis ein und verbesserte die Tabellenposition um einen Platz nach oben auf Rang sechs.

Spezielle Rennformate zum Ausklang der Saison und Platz 6 in der Tabelle

Am 25. August war man im südhessischen Viernheim zu Gast und hatte erneut nur ein Quartett, bestehend aus Lenk, Pfeiffer, Högl und Voit, aufzubieten. Im Sonderformat der Team-Verfolgung galt es stets beisammen zu bleiben und alle drei Disziplinen vereint zu absolvieren. Der siebte Platz war, den Umständen geschuldet, das bestmögliche Ergebnis. Erneut nur sieben Tage später kamen die 13 Mannschaften nun im Süden Hessens in Baunatal zusammen, um dort neben dem Saisonabschluss auch die Gesamtplatzierungen und somit die Aufsteiger in die 1. Triathlon Bundesliga zu feiern. Als Mannschaftssprint ausgetragen galt es wie bei allen anderen Wettkämpfn der Saison über 750 Meter zusammen zu Schwimmen, bevor es nach einer Pause mit dem im Wasser ermittelten Zeitabständen zum abschließenden Bike-and-Run über 20 und 5 Kilometer ging. Mit einer starken Mannschaft um Felix Zimmermann, Stefan Högl, Leon Pfeiffer, Benjamin Lenk und Thomas Voit war das Ziel für Team Icehouse klar: Das Maximum herausholen. Mit dem fünften Platz im Tagesergebnis fuhr man hier die beste Platzierung der Saison ein und zementierte den sechsten Platz in der Abschlusstabelle.

Der Herbst kann kommen

Die Saison der Triathleten neigt sich ebenso wie der Sommer dem Ende zu, lediglich ein paar vereinzelte Veranstaltungen sind in den Rennkalendern zu finden. Für die Athleten beginnt nun entweder die Saisonpause oder für diejenigen, die nicht genug bekommen können die Zeit der Duathlons und Herbstläufe. Bei den Ausdauerdreikämpfern von Team Icehouse aus der Wagnerstadt blickt man freudig und zuversichtlich auf die kommende Jahreszeit. Es gilt zur Ruhe zu kommen, dem Körper Erholung zu gönnen und die Planungen für die kommende Saison anzugehen. Es soll Veränderungen geben, auf personeller Ebene benötigt man Verstärkung und in Hinblick auf die Kosten des Ligabetriebs sind verlässliche Sponsoren gefragt. Der Übergangsbereich zwischen Leistungs- und ambitionierten Amateursport ist fließend und beruht vor allem auf Ehrenamt und Fleiß – die Tugenden des Amateursports und des Vereinswesens.