Nur eine Woche lag diesmal zwischen den beiden letzten Liga-Veranstaltungen und so hieß es eine Woche nach dam Wettkampf in Schongau schon wieder Koffer packen, um in Richtung Kronach aufzubrechen. Hier ein Bericht von Jan-Stefan Faber: Nachdem Stefan uns schon in Bamberg so luxuriös untergebracht hatte – hier hatten wir die Ehre, im altehrwürdigen Dompfarrhaus von Bamberg zu nächtigen - waren wir sehr gespannt, was uns diesmal erwarten würde.

 Taktikbesprechung beim Nudelnessen 

Zwar war der Garten etwas kleiner als der in Bamberg (den hättet ihr mal sehen müssen, der war riesig), aber wir staunten nicht schlecht, als uns die Einliegerwohnung gezeigt wurde, die uns für das Wochenende gehörte. Wir freuten uns sehr und waren uns einig, dass es wohl keine bessere Einstimmung auf den Wettkampf geben könnte, denn der Start lag auch nur 5 Minuten entfernt. Beim Nudelnessen wurde dann noch mal die Taktik durchgesprochen, denn es erwartete uns ein Mannschaftswettkampf.

Start im Kronacher Freibad 

Dabei starteten am Morgen die Teams in Abständen von anderthalb Minuten im Kronacher Freibad. Es mussten 550 m auf der zugeteilten Bahn zurückgelegt werden, bevor sich die Triathleten die Laufschuhe anzogen, um noch zwei sehr hügelige Runden à 1,3 km um das Bad zurück zu legen. Im Ziel galt die Zeit des dritten Teammitgliedes, wobei der letzte nur 15 Sekunden später eintreffen durfte – ansonsten hätte der vierte Mann am Mittag nicht mehr starten dürfen. Mittags wurden dann die Teams mit den Zeitabständen vom Swim & Run am Morgen auf die Radstrecke geschickt. Nach den drei 8-km-Runden Mannschaftszeitfahren wurden ein weiteres Mal die Laufschuhe angezogen, um die abschließenden 2 km zurück zu legen. Auch hier galt wieder die Zeit des Dritten einer jeden Mannschaft.

Stefan Förch bester Schimmer

Am Sonntag fiel um 09:45 Uhr der Startschuss für das erste Team der Bayernliga. Wir starteten in der Besetzung Benjamin Lenk, Jan-Stefan Faber, Martin Hölzlhammer und Stefan Förch als Drittplatzierte der Ligawertung um 09:48 Uhr. Stefan Förch als bester Schwimmer übernahm im Wasser die Führungsarbeit und führte alle geschlossen in die erste Wechselzone.

Beim Laufen wurde ich (Jan-Stefan Faber) den Großteil der Strecke geschoben, um in der Karenzzeit zu bleiben, denn immerhin sollte ich am Mittag auf dem Rad noch meinen Dienst für die Mannschaft verrichten. Dass es dennoch für einen dritten Platz mit nur einer Sekunde Rückstand auf das Team aus Weiden reichte, war die erste positive Überraschung. 

"Kampf" mit Weiden 

Ruhig angehen und nicht von den anderen Teams aus dem Konzept bringen lassen, so lautete das Motto für das gemeinsame Radfahren. Alle mussten dabei mal Führungsarbeit übernehmen, wobei möglichst Benjamin Lenk bei den Rampen vorne fahren und ich besonders lang Führungsarbeit leisten sollte, da ich mich dann beim Laufen nicht mehr verausgaben musste. Dabei arbeiteten alle so gut zusammen, dass gleich in der Mitte der ersten Runde die Weidener überholt wurden. Erstaunlicher Weise zogen diese wiederum kurz vor Ende der ersten Runde an uns vorbei, was sich aber gleich Eingangs der zweiten Runde rächen sollte: ein Weidener konnte in der ersten Steigung nicht mehr mithalten, womit sie nur noch zu dritt waren. 

Mit konstanter Leistung konnten wir uns dann wieder an ihnen vorbei schieben und sogar zu dem anderthalb Minuten früher gestarteten Team aus Erlangen aufschließen. Somit wechselten wir nur knapp hinter Erlangen und dicht gefolgt von Weiden zum Laufen. Hier zeigten die Erlangener, dass sie es beim Radfahren kontrolliert angegangen waren und zogen gleich davon. Somit blieb uns der Kampf um Platz zwei. 

Diesmal war Martin Hölzlhammer derjenige, der geschoben wurde, und brachte seine zwei Begleiter fast zur Verzweiflung, als er sich kurz vor dem Ziel verwundert darüber zeigte, dass es nur eine Runde zu laufen galt. Durch die gute Zusammenarbeit im Team sicherten wir uns den entscheidenden Vorteil gegenüber unseren Kontrahenten und so in einem spannenden Finale den zweiten Platz! 

2. Platz in Kronach - 3. Platz Bayernliga

 Überglücklich über das hervorragende Tagesergebnis und den dritten Platz in der Abschlusstabelle der Liga-Gesamtwertung, den wir mit dem Tagesergebnis unterstreichen konnten, ließen wir uns auf der Siegerehrung im Wasserschloss in Mitwitz noch mal feiern.

Es trennten uns zwar nur drei Platzierungspunkte vom zweiten Platz, worüber wir im Endeffekt aber sogar recht froh waren, denn gleich wieder aufzusteigen wäre wohl etwas zu schnell gekommen. Jetzt heißt es erst einmal ausruhen und regenerieren, um sich dann schon bald auf die Suche nach Sponsoren für die nächste Saison zu machen.