Am 20.08.2016 starteten die Zwillingsbrüder Frank und Rüdiger Burger beim Leipziger 100km-Lauf. Hier der Bericht von Rüdiger Burger.

Frank und Rüdiger Burger beim Leipziger 100km-Lauf

Die diesjährigen Deutschen Meisterschaften im 100km-Straßenlauf wurden im Rahmen des Leipziger 100km-Laufes  am 20.08.2016 ausgetragen. Parallel zum 100km-Wettbewerb wurden noch die Bayerischen sowie die Sächsischen Meisterschaftsehren vergeben. Daneben  fanden noch der Leipziger 50km-Lauf und ein Staffelwettbewerb 10 x 10km statt, für „Noch-nicht-Ultras“, die in die Ultralaufszene hineinschnuppern wollten.

Wie schon in den letzten Jahren, lockte die Deutsche Meisterschaft etliche an die Startlinie, so dass es im 100km-Lauf 192 Starter/-innen (159 männliche/ 33 weibliche), im 50-km Lauf 82 Starter/-innen (62 männliche/ 20 weibliche) sowie insgesamt 12 Staffeln  am Start waren. Für das Team Icehouse e.V.  waren Frank Burger (für Ihn war die 10. Teilnahme in Leipzig gleichzeitig ein “kleines Jubiläum“) sowie Rüdiger Burger (mit 5 Teilnahmen) an der Startlinie.

Kurz vor 04:00 Uhr und  das noch am Wochenende, eigentlich  noch Schlafenszeit, nicht für Ultraläufer, war es mit der nächtlichen Ruhe vorbei. Je weiter die Zeit Richtung 06:00 Uhr fortschritt, nahm das Gewusel in und um die August-Bebel-Kampfbahn zu. Durch das große Starterfeld erfolgte diesmal der Start auf der breiten Zufahrtsstraße.

Der diesjährige Start war für uns beide gleichzeitig der letzte große Testlauf und stand unter dem Motto „gleichmäßiger Laufen  bis Kilometer 81“, das wäre auch die Distanz von Athen nach Korinth beim Spartathlon 2016. So entspannt wie dieses Jahr war es noch nie, kein Druck hinsichtlich Mannschaft- und Einzelwertung in der Altersklasse sowie den bayerischen Meisterschaften.

Nach dem Startschuss entzerrte sich das Starterfeld recht schnell, die Hatz auf Bestzeiten und Meisterschaftsehren begann. Durch den kurzen Regenschauer vor dem Start, waren es in den ersten Rennstunden optimale Rennbedingungen.  Erst auf die Mittagszeit zu blinzelte etliche Male die Sonne durch die Wolkendecke, die Temperaturen stiegen Richtung 28°C, was dazu führte, dass sich etliche Läufer/-innen in der Läufersprache „abgeschossen“ hatten. Bei der männlichen Konkurrenz hatten 50 und bei der weiblichen Konkurrenz hatten 9  hinter Ihren Namen DNF (Did not finish) stehen.

Mit recht gleichmäßigen Runden wurde die Marathonmarke nach 03:50 Std. von den zwei „Team-Icehouslern“ überlaufen, nach 04:35 Std. blieb die Uhr für die 50 Kilometer stehen. Die Rundenzeiten gingen zwar ein bisschen nach oben, es sollten keine mehr unter einer Stunde sein, aber es war ja ein Trainingslauf unter Wettkampfbedingungen. Nach der 8. Runde blieb die Uhr bei 07:57 Std. stehen, so dass die Vorgabe (beim Spartathlon  hat man für die gleiche Strecke 09:30 Std. Zeit) mehr als erfüllt war. Danach war irgendwie die Luft raus, so dass für die letzten 20 Kilometer nur noch Auslaufen angesagt war.

Ein kleines Highlight dieser Laufveranstaltung war bestimmt der Einlauf von uns beiden, Hand in Hand, ohne Anspielung auf Olympia oder dass dies vielleicht ein Volkslauf sein könnte, wurden die letzten Meter Richtung  Ziellinie unter den Beifall der Zuschauer zurückgelegt.  Die Uhr blieb dann bei 10:14:33 Std. stehen, was im Endklassement einen 58. bzw. 59 Platz unter den 109 männlichen Finishern bedeutete. In der Bayerischen Meisterschaftswertung wurden Frank und ich jeweils auf den 12. bzw. 13. Platz gelistet.

Zum Schluss meines Berichts möchte ich nicht unerwähnt lassen, wer am Ende des Rennens den Meistertitel gewonnen hat: André Collet vom Aachener TG gab bereits kurz nach dem Start den Rest der männlichen Konkurrenz Fersengeld. Am Ende blieb die Zeit bei 06:55:27 Std. stehen, was für Andrè Collet ein tolles Comeback nach einer längeren Verletzungspause war und gleich mit dem deutschen Meistertitel belohnt wurde. Vizemeister wurde Michael Sommer, der für die Eichenkreuz Schwaikheim startete, in einer Zeit von 07:15:54 Std., dicht gefolgt vom Newcomer Alexander Dautel von der LG Nord Berlin in der Zeit von 07:16:58 Std.

Die Frauenkonkurrenz wurde von Nele Alder-Baerens vom Ultra Sport Club Marburg in einer Zeit von 07:29:04 Std. gewonnen. Für die Marburgerin war es zwar der erste Lauf auf den 100 Kilometern, aber bereits der dritte Meistertitel in diesem Jahr, Sie gewann bereits die Deutschen Meisterschaften im 50-Kilometer-Lauf und 6-Stunden-Lauf. Die Vizemeisterin Branka Hajek von der LAZ Salamander Kornwestheim beendete das Rennen in 08:15:30 Std. vor der Newcomerin Susanne Kraus vom PSV Grün-Weiß Kassel, die das Rennen in einer Zeit von 08:19:44 Std. beendete.

Bayerischer Meister wurde Christian Jakob von der SV Schwindegg in der Zeit von 07:38:45 Std. Den Sächsischen Meistertitel erlief sich Sören Schramm vom Chemnitzer LV Megaware in der Zeit von 08:09:38 Std. Außerdem - um die Ergebnisse noch zu vervollständigen - gewann den sogenannten Bambini-Lauf, also die 50 Kilometer, Frank Merrbach in der Zeit von 03:10:31 Std. und die weibliche Siegerin Dr. Sandra Otto benötigte 04:14:19 Std.