Vergangenen Sonntag ging in Trebgast die 37. Auflage des mittlerweile traditionellen Wettkampfes über die Bühne. Mit neuem Namen und zahlreichen Wettkampfformaten gab es im, am und um den Badesee herum zuschauerfreundlich diese mittlerweile sehr beliebte Sportart zu bestaunen. Das Niveau reichte vom Schnuppertriathlon, der Oberfränkischen Meisterschaft über die Volksdistanz über die Triathlon Liga Bayern mit der Regionalliga bis hin zur 2. Triathlon Bundesliga Süd.

TenneT POWERTRIATHLON - 2. Triathlon-Bundesliga Süd

Bombenstimmung im Sun Valley – oberfränkisches Hawaii?

Bei besten äußeren Bedingungen begannen die Männer der 16 Mannschaften der 2. Triathlon Bundesliga Süd ihren „Arbeitstag“. Die 1. Triathlon Bundesliga wird als “Formel 1 des Triathlon” bezeichnet, aber auch der kleine Bruder, die 2. Triathlon Bundesliga muss sich nicht verstecken und kann mit hochklassigen und interessanten Wettkämpfen aufwarten. Nach einem hart umkämpften Schwimmstart aus dem stehtiefen Wasser des Trebgaster Badesees heraus  ging es begleitet von einigen Positionskämpfen zu Beginn an der Nordseite des Sees entlang. Nach zwei umschwommenen Bojen führte die Strecke auf der Gegenseite zurück in Richtung Kiosk, wo nach 750 Metern der Ausstieg wartete. Die Bayreuther Starter vom Verein Team Icehouse e.V. konnten nach zwei ersten enttäuschenden Wettkämpfen in der Saison 2019 mit Felix Günther, Felix Zimmermann, Daniel Lunkenheimer, Leon Pfeiffer und Lennard Forßmann eine solide Mannschaft aufstellen.

Vom Schwimmen zum Radfahren in Rekordtempo

Kaum haben die ersten der 80 Athleten das Schwimmen beendet beginnt die sog. vierte Disziplin des Triathlonsports: Direkt nach dem Übergang von der horizontalen Schwimmlage in die Vertikale heißt es im Sprint den Weg zur Wechselzone einzuschlagen, dort sein Fahrrad zu finden, den Helm aufzusetzten und dann aus vollem Lauf auf das Rad zu springen. Die Schuhe sind bereits an den Pedalen befestigt und werden auf diesem Niveau während der Fahrt angezogen um Zeit zu sparen. Diese Phase ist im Ligabetrieb oftmals vorentscheidend für das Endergebnis, da das Windschattenfahren bei den Profis erlaubt ist und man in der Gruppe deutlich schneller vorankommt denn als Einzelkämpfer. „Ist die Gruppe nicht zu groß und es herrscht unter den Akteuren Einigkeit bezüglich der Taktik, kann sich eine solche Gruppe schnell einen Vorsprung von mehreren Minuten erarbeiten. Wir konnten mit Felix Günther, Leon Pfeiffer und Lennard Forßmann drei Athleten in der Hauptgruppe platzieren und befanden uns in einer perfekten Ausgangslage für den Abschlusslauf. Felix Zimmermann merkte bereits beim Schwimmstart und dann beim Radpart, dass er immer noch mit Oberschenkelproblemen zu kämpfen hatte. Daniel Lunkenheimer musste beim Schwimmen ebenfalls einiges einstecken und fuhr in der zweiten großen Gruppe mit “ so Mannschaftskoordinator Thomas Voit. Nach zwei Radrunden und 20 Kilometern auf dem Rad mit einem Stundenmittel von knapp 44 Km/ h konnten die Zuschauer beobachten wie schnell man das Fahrrad abstellen und in die Laufschuhe schlüpfen kann. „Der zweite Wechsel ist ebenfalls sehr wichtig, da im Ziel jede Position ausschlaggebend sein kann. Der erste Kilometer wird meistens sehr hart gelaufen, um sich von Konkurrenten zu distanzieren und diesen gegenüber auch psychologisch im Vorteil zu sein“, erläutert Voit weiter.

Drei Runden um den See unter praller Sonne

Nach dem Radpart stiegen Pfeiffer, Günther und Forßmann unter den besten 20 vom Rad. Die Entscheidung sollte wie so oft im Laufen fallen. Hier zeigten die Bayreuther, dass ihre Formkurve nach oben geht. Pfeiffer und Günther kamen auf Platz 23 und 24 mit Laufzeiten von 15:06 Min. und 15:07 Min., gefolgt von Forßmann auf dem 45. Rang ins Ziel. Lunkenheimer und Zimmerman belegten im Ziel die Plätze 56 und 59. „Am Ende haben wir mit Platz 10 unser Ziel verpasst eine einstellige Platzierung zu erreichen, aber es geht aufwärts, das macht Mut und stimmt uns zuversichtlich für den zweiten Saisonteil“, berichtet Voit.

Oberfränkische Meisterschaft über die Volksdistanz

Tim Wolf und Thomas Voit aus dem Kader der Bundesligamannschaft von Team Icehouse standen über die Volksdistanz von 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen am Start. Voit konnte das Wasser dicht gefolgt vom Wolf verlassen und seinen Vorsprung vor dem Laufen weiter ausbauen. Nach 54:27 Min. lief Voit als Gesamtsieger und oberfränkischer Meister vor Wolf auf Platz zwei (56:29 Min.) über die Ziellinie.

Sommerpause

Die abschließenden beiden Wettkämpfe der insgesamt fünf Stationen der 2. Triathlon Bundesliga Süd werden Ende August im hessischen Viernheim und Baunatal ausgetragen. Bis dahin haben die Sportler Pause vom Ligabetrieb.