Am letzten Sonntag trennte Sven Pollert nur 1 Sekunde zum Sieg beim BAYREUTHER CONTRE LA MONTRE in Obernsees obwohl er bereits am Wochenende davor beim legendären Austria Triathlon in Podersdorf in Österreich unter teils extremen Bedingungen mit neuer Bestleistung den fünften Platz auf der Halbdistanz erkämpfte.

Sven Pollert beim 33. Austria Triathlon 2020 in Podersdorf / Österreich.

Dank eines ausgeklügelten Hygiene-Konzepts und großartiger Organisation der Veranstalter konnte die 33. Auflage des Triathlons mit über 500 Startern auf der Halbdistanz in Podersdorf am See ausgetragen werden. Statt des üblichen Massenstarts gingen die Athleten dabei im Abstand von fünf Sekunden auf die Strecke.

An Position sechs gesetzt nahm der Topathlet aus dem Kader der Team Icehouse Triathlon-Bundesligamannschaft zunächst die 1,9 km der Schwimmstrecke in Angriff. Starker Wind sorgte im flachen Neusiedler See bereits zu Beginn für schwere Bedingungen. Unruhiges Wasser und die tiefstehende Sonne am Morgen erschwerten dabei die Orientierung im See. Trotz des mangelnden Schwimmtrainings erreichte er aber mit einer soliden Schwimmzeit von gut 26 Minuten die erste Wechselzone. Die Temperaturen waren mittlerweile auf fast 30 Grad gestiegen und auch der Wind nahm stetig zu.

Die anschließende Radstrecke über 90 km durch das flache Gelände des Nationalparks Neusiedler See wurde so mit jeder der drei Runden härter. Trotz des starken Windes konnte er eine konstante Leistung erzielen und erreichte bereits nach knapp über zwei Stunden mit einem respektablen Schnitt von über 42 km/h wieder die Wechselzone. Zu dieser Zeit hatte Pollert sich auf Platz drei in der Gesamtwertung vorgearbeitet und wechselte zeitgleich mit zwei seiner Konkurrenten zum abschließenden Halbmarathon.

Während die ersten Kilometer noch hervorragend liefen, hatte er dann mit der Hitze und dem Wind zu kämpfen. Die Laufstrecke über 21 km war zudem durch lange Schotterwege und einige Steigungen und Kurven alles andere als schnell. So verlor er einige Plätze und fiel zwischenzeitlich auf Rang acht zurück. Aber auch die andren Athleten hatten mit den schweren Bedingungen sichtlich zu kämpfen. Mit Beginn der zweiten Runde kam die „zweite Luft“ und er hatte auch seine Konkurrenten wieder im Blick. Schritt für Schritt kam er näher und kämpfte mich nochmals in die Top 5 zurück.

Mit neuer persönlichen Bestzeit von 3:56:14 Stunden erzielte er damit sein bisher bestes Ergebnis auf der Halbdistanz. Pollert war beim Rennen bester deutscher Amateur und wurde Zweiter in der  Altersklasse (M24-29).

Schnellster Mann war der Triathlonprofi Frederic Funk vom Team Erdinger Alkoholfrei. Er erreichte das Ziel nach 3:43:31. Zwischen Pollert und Funk finishten noch der Italiener Christian Haas (3:53:10 / SU TRI STYRIA), Tarnai László aus Ungarn (3:53:51 / Tiszakécske VSE) und der Österreicher Mario Fink (Sweetspot Training / 3:55:56).