Am ersten September-Wochenende fanden in Hamburg die Weltmeisterschaften im Triathlon statt. Den Auftakt der WM machten am Freitag die Junioren, bei denen die Rotherin Rebecca Robisch als Dritte für erstes Edelmetall sorgte, und die U 23 mit dem Überraschungssieger Gregor Buchholz.

Am Samstag ab 07:40 Uhr fiel dann der Startschuss für ca 3.500 „Jedermänner/-frauen“ über die Olympische - und Sprintdistanz. Höhepunkt an diesem Tag war das Elite-Rennen der Damen. Hier siegte die Favoritin aus Portugal Vanessa Fernandes. 

Am Abschlusstag hieß es dann für die Athleten der Age Group Nationalmannschaft: „take your mark“. Für die Alterklasse der 20 bis 24-jährigen ging die Bayreutherin Anne Haug (bei Laufveranstaltungen startet Anne für das Team Icehouse) zusammen mit den 19 stärksten Athletinnen aus ganz Deutschland an den Start. 

Um 09:40 Uhr stürzten sich ca. 100 Frauen in die 16°C kalte, braune Binnen-Alster am Hamburger Jungfernstieg. Nach anfänglichen Platzierungskämpfen sortierte sich das Feld ziemlich schnell und die 1,5 km lange Runde konnte ohne große Prügelleien absolviert werden. Mit gewohnt schlechter Schwimmleistung stieg Anne als 56. mit 04:15 Min. Rückstand auf die Spitze aus dem Wasser. 

Da durch das extrem kalte Wasser die Füße leicht taub waren, stürzte sie auf der Treppe vom Ausstieg und prellte sich leicht das Knie, was sich anschließend auf der Radstrecke leicht bemerkbar machte. Die schwierigste Aufgabe des Tages stand aber jetzt noch bevor: Unter ca. 11.000 Rädern und einer ca. 800 m langen Wechselzone sein Fahrrad zu finden. 

Nach einer Wechselzeit von 4 Min. konnte die Aufholjagd auf der 40 km langen, leicht hügeligen Radstrecke über Hamburgs Reeperbahn und Elbchaussee begonnen werden. Dank der sechstbesten Radzeit konnte Anne über 30 Athletinnen auffahren und sich so unter die Top 20 nach dem Radfahren schieben. Wegen der zahlreichen Athleten auf der Radstrecke - alle 10min erfolgte ein Startschuss - nutzten leider einige Athleten - trotz Windschattenverbots - den Sog des Vordermannes aus, so dass ein nicht ganz regelkonformer Wettkampf zustande kam. Auf der anschließenden 10 km langen Laufstrecke sollte nun das Projekt Top 10 verwirklicht werden. Kilometer für Kilometer konnte Anne Plätze gut machen und erreichte mit der fünftbesten Laufzeit des Tages (39:03 Min.) als Siebte und zweitbeste Deutsche nach 02:18:43 Std. erschöpft das Ziel. 

Gold ging an die Bundesliga-Kollegin aus Deutschland Svenja Bazlen vor Leah Larson (USA) und Katie Ellis (USA).