Am 13. Mai 2007 war die Rennserie RITCHEY MTB Cup 2007 bereits in Hollfeld bei Bayreuth zu Gast. Beim siebten und vorletzten Rennen dieser Eventreihe in Oberammergau war der Icemann Martin Aicham am Start. Hier sein Bericht:

 

Am Samstag bin ich nach Oberammergau gefahren. Wetter war recht einheitlich grau in grau, nur gelegentlich kam die Sonne kurz hervor. In Oberammergau waren die Kinderrennen bereits am Laufen, dazu Interviews mit den Top-Favoriten (beispielsweise Andreas Strobel) und ein buntes Rahmenprogramm. Nach dem Einschreiben bin ich auf eine Einfahrrunde gestartet, um mir erste Eindrücke der Strecke zu verschaffen. Ergebnis: steil, anspruchsvoll mit vielen schönen Singletrails. Also genauso wie man sich einen guten Marathon vorstellt.

Am Sonntag Morgen kam dann pünktlich die Sonne und der blaue Himmel hervor. Also perfekte äußere Bedingungen für das Rennen. Dies verleitete zahlreiche Biker doch noch teilzunehmen. So war bereits in der Früh viel am Rennbüro los, über 200 Nachmeldungen wollten allein am Sonntag erfasst werden. 603 Teilnehmer bedeuteten auch einen neuen Teilnehmer-Rekord.

Pünktlich um 09:30 Uhr wurde das Rennen über die 70 km gestartet. 15 Min, später ging es dann für die 50 km, und damit mich, los. Der Start war wie immer hektisch. So versuchten viele als Erste in den Berg zu fahren. Ich hielt mich zurück, was sich auf dem langen Anstieg bezahlt machte. Platz um Platz konnte ich mich nach vorne arbeiten. Es folgte ein wunderschöner Singletrail. Auf der anschließenden steilen und anspruchsvollen Abfahrt konnte ich die Vorteile eines Fullys dann voll ausspielen und gewann weitere Plätze. In der Folge bildete sich eine Gruppe mit zunächst 7, dann 3 Fahrern, der ich folgen konnte. Doch nach 23 km ging es über eine Kante... dabei erlitt mein Hinterrad einen Durchschlag! Der Reifenwechsel ging recht fix, aber die gute Platzierung war natürlich weg...

So wurde aus dem Rennen ein Genuss-Marathon, aber den Ehrgeiz ließ ich mir nicht nehmen und versuchte Platz um Platz aufzuholen. Im letzten Anstieg wurde ich vom Sieger über 70 km Andreas Strobel überholt. Und kurz darauf merkte ich, wie mein Hinterrad erneut Luft verlor. Zweiter Platten, damit war das Rennen 8 km vor dem Ziel und unmittelbar vor der finalen Abfahrt beendet... dachte ich. Doch nach einiger Zeit des Wartens lieh mir freundlicherweise ein Teilnehmer seine Luftpumpe, ein anderer einen Schlauch. So konnte ich immerhin auf eigenen Stollen das Rennen zu Ende bringen.

Fazit: reine Fahrzeit war mit 03:19:22 Std. sehr zufriedenstellend. Die anständige Gesamtzeit und Platzierung war durch die beiden Platten natürlich weg. Spaß hat der Marathon trotzdem gemacht, im nächsten Jahr gibt’s mit Sicherheit ein Wiedersehen beim 6. Ogau-Marathon!