Wie schon im vergangenen Jahr war der Mannschaftswettkampf in Kronach der Startschuss in die Saison der Bayerischen Triathlon-Ligen. Neu in diesem Jahr war allerdings, dass Team Icehouse nach dem Aufstieg aus der Bayernliga in der höchsten Bayerischen Liga startete.

Triathlon, das bedeutet normalerweise auf sich alleine gestellt zu sein, seine eigenen Grenzen zu kennen und dementsprechend seine Renneinteilung vorzunehmen. In Kronach schaut dies aber etwas anders aus: Hier werden die Grenzen bisweilen fremdbestimmt, denn es gilt, den Wettkampf geschlossen als Team zu absolvieren. Morgens müssen die Mannschaften gemeinsam jeweils 550 m schwimmen und 2,5 km laufen und erst, wenn der Letzte der Mannschaft die Ziellinie überquert, wird die Zeit angehalten. Am Mittag müssen dann alle erneut antreten – mit den Zeitabständen, die am Vormittag ermittelt wurden. Beim 24 km langen Mannschaftszeitfahren und dem abschließenden Lauf über 2 km heißt es, die Zähne zusammen zu beißen, denn hier ist jede Sekunde wichtig.

Die Athleten des Team Icehouse waren sehr gespannt, wie es dieses Jahr laufen würde. Kronach lag ihnen die vergangenen Jahre, aber was hatte man der Konkurrenz in der höheren Liga entgegen zu setzen? Den morgendlichen Teil absolvierten die fünf – Jan-Stefan Faber, Stefan Förch, Martin Hölzlhammer, Benjamin Lenk und Jens Stepan – zügig und kontrolliert, und konnte sich am Ende über einen 8. Platz freuen. „Nur am schnellen Wechsel in die Laufschuhe müssen wir noch etwas arbeiten“ monierte Neuzugang Stepan, der früher schon in der 1. Bundesliga am Start stand.

Das Mannschaftszeitfahren war in den vergangenen Jahren die Stärke des Team Icehouse gewesen. Es mussten ja nur ein paar Sekunden gut gemacht werden, um sich noch um einige Plätze zu verbessern. Nach einem unrhythmischen und Kräfte zehrenden Radfahren waren die Mannschaften noch enger zusammen, der Lauf würde die Entscheidung bringen. Hölzlhammer war die Erschöpfung hier schon deutlich ins Gesicht geschrieben und zu allem Überfluss bekam Stepan gleich zu Beginn der Laufstrecke noch einen Krampf. Nicht gerade die besten Voraussetzungen, um Plätze gut zu machen. Doch alle halfen zusammen und so konnten durch einen beherzten Schlusssprint noch die Weidener abgefangen werden. Dies bedeutete einen 6. Platz in der Tageswertung, womit sich die Athleten sehr zufrieden zeigten. „Unser Saisonziel ist erst einmal der Klassenerhalt. Dass wir es in dieser schnellen Liga so weit nach oben schaffen würden, hatten wir nicht gedacht“, resümierte Mannschaftskapitän Lenk am Abend.  

Als nächstes werden die Bayerischen Triathlon-Ligen am 13. und 14. Juni in Kulmbach gastieren. Am Samstag werden die Ligateams im Rahmen des Mönchshoftriathlons ein Rennen über die Kurzdistanz absolvieren. Am Sonntag wird es dann rund um das Freibad in Stadtsteinach noch einen Staffel-wettbewerb geben.