Die Ligasaison ist vorbei, keine Wettkämpfe geplant in nächster Zeit, aber wie die Motivation für das Training weiter hoch halten? Ganz einfach: Wettkampf machen und zwar mal einen etwas anderen... Ein Bericht von Regionalliga-Teamsprecher Beni Lenk.

Vom Wintertriathlon bin ich es ja schon etwas gewöhnt mit dem Mountainbiken, aber einen Wettkampf auf dem MTB habe ich noch nicht bestritten, und damit es nicht gleich ein Debakel wird, sollte es mit Schwimmen und Laufen verbunden sein, da weiß ich wenigstens einigermaßen wie ich dran bin. Also Crosstriathlon in Zittau, was auch gleichzeitig die deutsche Meisterschaft sein sollte.

Im Internet hatte ich mich informiert, da ich doch recht Bammel vor der Radstrecke hatte, und die verrücktesten Trails waren da zu sehen, nicht die Höhenmeter machten mir Angst, sondern die Steilstücke, wo man sein Bike beherrschen sollte, und so der Techniker am MTB war ich noch nie... Deshalb am Tag vorher angereist, um mal die Strecke abzuradeln: eine 36 km lange Runde mit 1.047 Höhenmetern, nicht gerade die ideale Vorbereitung vor dem Wettkampf, aber dann wusste ich zumindest, was mich erwartet. Die Strecke ist wirklich (gerade bei dem Traumwetter) wunderschön, das Zittauer Gebirge ist wirklich ideal zum Biken, mit ein paar wunderschönen Ausblicken in die Ebene. Die Gegend ist ein bisschen mit dem Fichtelgebrige zu vergleichen und auf der Strecke ist alles dabei: technisch anspruchslose Drückerstücke und heftige Trails bergab und auf mit Schiebepassagen (besonders für mich). An der letzten Abfahrt hat's mich auf dem letzten Meter natürlich auch noch gescheit gesteckt: Rad ok, aber Knie offen und Schienbein geprellt, ein toller Einstand. Der Respekt war also da und ich war froh, die Strecke vorher zu sehen, denn im Wettkampf, im vollem Tempo und unter Adrenalin hätts mich sonst sicher noch öfter zerbröselt...

Schwimmen (1,5 km)

Der Wettkampftag konnte kommen und kam dann auch. Die Divise beim Start: erst mal nicht zu heftig angehen, denn das Schlimmste kam ja noch. Es fühlte sich ganz gut an im Wasser, aber irgendwie sprang nur eine 24er Zeit (26. Platz) raus, wird wohl Zeit für das Schwimmen die Saison zu beenden.

Mountainbiken (36 km)

Und dann ab auf MTB: gleich mal in der MTB-Gruppe um Renata Bucher gewesen, die dann auch das Rennen später bei den Damen gewinnen sollte. Zuerst konnte ich noch ganz gut mithalten, aber kaum wurde es technisch anspruchsvoller, waren die Profis weg. Ich freute mich dann auf die Stelle, wo es so steil und holprig wurde, dass sogar die Topleute schieben mussten. Während die Profis zumindest bergab alles fuhren, wählte ich manchmal doch lieber die Hasenfuß-Variante und schob mein Bike, so dass ich die Radstrecke in 01:49:44 Std. (48. Platz) und vor allem ohne Sturz überstand. Dieser Crosstriathlon wurde am Rad entschieden: während die Profis in unglaublichen 01:30:02 Std. (Franky Batelier) über die Radstrecke flogen, brauchten manche "Normalos" über drei Stunden. Hier habe ich wie erwartet natürlich die meiste Zeit verloren. Das Schlimmste war (Anfängerfehler), dass ich mit zuviel Druck im Reifen fuhr und so alles auf Hand, Arme und Schulter durchschlug, so dass ich gegen Ende kaum den Lenker halten konnte.

 Laufen (9 km)

Was sollte jetzt noch kommen? Ein bisschen Laufen um den Olbersdorfer-See, ein bisschen Cross über die Wiesen. Denkste: jede kleine Erhebung wurde mitgenommen, zwar waren die Anstiege nie lang, aber dafür gab's davon ständig welche. Außerdem mit der Vorbelastung und der Hitze, war es sicher keine Traumzeit (35:35 Min., Platz 17), aber ich war am Ende absolut platt, hatte alles gegeben: 02:49:25 Std., Platz 31 gesamt, 13. Deutsche Meisterschaft.

Fazit

Ein super harter, aber super schöner Wettkampf, wenn das Wetter so wie heute mitspielt, den bei Regen diese Radstrecke, nicht auszudenken...

Ach ja, und das Beste: der dritte Platz in meiner Altersklasse bei der Deutschen Meisterschaft und damit ein Hawaii-Slot für die Crosstriathlon-Weltmeisterschaft sprang damit auch raus, aber ohne Sponsor nur kaum zu finanzieren, so freut sich wenigstens der Nächste.

 

 

 

Gesamtergebnis der Herren

 

1. Franky Batelier (FRA) 02:22:35 (09:58-01:30:02-32:35)

2. Felix Schumann (GER) 02:24:31 (21:03-01:31:45-31:43)

3. Ronny Dietz (GER) 02:26:15 (21:02-01:32:47-32:26)

 

 

 

Gesamtergebnis der Frauen

1. Renata Bucher (SUI) 02:48:34 (24:16-01:44:00-40:18)

2. Sibylle Matter (SUI) 02:50:12 (21:27-01:51:19-37:26)

3. Maud Golsteyn (NED) 02:52:33 (25:21-01:51:16-35:56)