Mit dem Rennrad auf dem Mainradweg von Bayreuth nach Würzburg - 256 Kilometer vom Morgengrauen bis zur Abenddämmerung. Hier ein toller Bericht von Clemens Helldörfer und Helmut Übelhack.

Start 06:15 Uhr Bahnhof Bayreuth

Ausgerüstet mit Karte und Verpflegung im Rucksack starteten Clemens Helldörfer und ich, Helmut, am Sonntag, den 13. September 2009 um 06:15 Uhr am Bahnhof Bayreuth. Wir fuhren bei ziemlich niedriger Temperatur (5,5°C) und Nebel auf dem Radweg bis Neudrossenfeld und dann auf der B 85 direkt bis Kulmbach. Ab Kulmbach auf dem Mainradweg über Burgkunstadt nach Lichtenfels. Das Obermaintal von Lichtenfels bis Staffelstein ist landschaftlich sicher einer der schönsten Teile des Radwegs, wir konnten es bei schönstem Sonnenschein genießen. Der Weg führt Richtung Kloster Banz und dann links hinüber zur Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen. Von Kemmern aus fuhren wir nicht nach Bamberg hinein, sondern einen landschaftlichen interessanten
(Rad-)Weg am Fuße der Haßberge bis nach Unterhaid.

Kaffee und Wurstplatte in den Haßbergen 

Dort machten wir unsere erste größere Pause bei Kaffee und einer Wurstplatte (zu einem Schweinsbraten konnten wir und dann doch nicht durchringen). Auf Umwegen (die uns einiges an Zeit kosteten) ging’s dann weiter mit einer (illegalen) Querung des Mains über die Schleuse Limbach (Betriebsgelände: Betreten verboten!) wieder zurück auf den „richtigen" Mainradweg. Die nächste Pausenstation war der Marktplatz in Haßfurt, das wir wegen der Sperrung der Innenstadt (wegen einer Radsportveranstaltung!!) zuerst einmal umrunden durften. Auf gut geteerten Strecken passierten wir in flotter Fahrt Schweinfurt und das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld. 

Fähre bei Wipfeld und danach Zwiebelkuchen und ein Glas Bremser 

Bei Wipfeld nahmen wir die Fähre und wechselten auf die andere Mainseite und erreichten schließlich Volkach. Dort tankten wir Energie mit Zwiebelkuchen und einem Glas Bremser. Nachdem wir die leichten Wirrungen in Ochsenfurt (die dortige Mainbrücke hatten sie einfach abgerissen und die Fähre hatte schon zu) überwunden hatten, gönnten wir uns einen kurzen Steh-Espresso.

 Die letzten 8 Kilometer im Regen 

Vorbei an herrlichen und kleinen romantischen Weinorten führte der geteerte Weg in Richtung Würzburg. Rund 8 km vor Würzburg begann es stark zu regnen. Bei Regen und Dunkelheit sahen wir in Würzburg die beleuchtete Festung und kamen nach 256 km um 20:15 Uhr am Hauptbahnhof an. Mit  dem Bayern-Ticket Nacht kamen wir um 23:00 Uhr in Bayreuth an, wo die Fahrt beendet war.

Fazit

Eine herrliche Route mit meist geteerten Wegen, aber auch Beton- und Pflasterwegen, die auch mit einem Rennrad zu fahren ist. Ohne Verfahren und bei intensiverem Streckenstudium wäre auch unser eigentliches Ziel Karlstadt zu machen gewesen.