Am 05.08. 2012 fand der 10. Frankenwald-Radmarathon statt. Auf 6 Distanzenz wischen 25 und 200 km fuhren rund 2000 Starter durch die Weiten des Frankenwalds. Hier der Bericht von Norbert Zienert.

Mein erstes Mal beim Frankenwald-Radmarathon in Stockheim 5. August 2012

Sonntagmorgen, 4:00 Uhr… der Wecker geht an. Ich bereue es, mich zum Frankenwald-Radmarathon über 160 km angemeldet zu haben… Hilft nix. Augen auf und durch. Die Rennräder liegen schon im Auto. Jetzt noch schnell Horst Kempf abholen und los geht’s.

5:00 Uhr… die Kulmbacher Polizei interessiert sich für unser Auto, erkundigt sich nach unserem Reiseziel, blättert ein wenig in den Fahrzeugpapieren, lässt uns schließlich weiter fahren.

6:20 Uhr… endlich in der Startaufstellung. Die Spannung steigt. Die letzten Instruktionen vom Veranstalter werden durch die Lautsprecher durchgegeben. „STVO einhalten, Rechts fahren, Hinweisschilder beachten, Rücksicht nehmen, es handelt sich nur um einen RTF ohne Zeitnahme,...“.

6:30 Uhr… die 200 km-Gruppe startet - jetzt fahren Lisa Dirks, Ute Potzel, Andy Hacke, Jörg Hübner und Sascha Schraml vom Team Icehouse los. Gleich bin ich dran

6:40 Uhr… es geht los! Auf der Brücke steht die Bergwachtkapelle und spielt für die Radler ein Ständchen. Überall stehen Zuschauer Spalier und feuern uns an (zur Erinnerung: es ist Sonntagmorgen, kurz vor 7 Uhr!). Fast als ob wir die Tour de France fahren würden.

6:50 Uhr… Jetzt startet auch die 110 km-Gruppe in der sich auch Elli Flurschütz, Saskia Mey, Hubert Becker und Horst Kempf vom Team Icehouse befinden. Ich bin schon unterwegs. Die ersten Kilometer geht es auf der gesperrten B 85 flach dahin. Nach dem gemütlichen einradeln kam schon der erste Anstieg. Es sollen noch genügend folgen… Insgesamt werden es 2.430 hm auf der mittleren Runde.

Die erste Verpflegungsstelle ist erreicht. Es gibt frische Getränke und Isodrinks und man kann sich am reichlich gedeckten Tisch mit Obst, Kuchen und Broten bedienen…

In einer steilen Abfahrt bei Leutenbach werden die Fahrer/-innen angewiesen langsam zu fahren. Es ist ein schwerer Unfall passiert. Von den Helfern bekamen wir die Empfehlung ohne anzuhalten weiterzufahren. Abends stellte sich heraus, dass der Unfall für einen Radler mit tödlichem Ausgang war.

Kampf mit dem Possecker Berg

155 km! Mir tut alles weh. Aber gleich ist es geschafft. Nur noch ein paar Kilometer… In einer kleinen Ortschaft geht noch einmal bergauf. Hoffentlich das letzte Mal heute. In der Ferne sehe ich ein Schild… 17% Steigung auf 1 km Länge? Das ist also der Posseker Berg… Wer lässt sich zu diesem Zeitpunkt sowas einfallen? Oben stehen in der kleinen Ortschaft ca. 100 Zuschauer inkl. Moderator und feuern auch die nicht so schnellen Nachzügler an. Irgendwie kommen aber alle drüber - auch ich mit meinen Ü100kg. Der „Sportograf“ ist vor Ort und knipst fleißig. Jeder versucht nicht allzu gequält auszusehen. Alles Poser

Finish

Ortsschild Stockheim! Gleich ist es geschafft! Kurz nach 14 Uhr. Zieleinfahrt. Wieder wird von vielen Zuschauern jubelnd und klatschend Spalier gestanden. Ein Kommentator empfängt die Radler. Die Qualen sind vergessen. Eine schöne und gut beschilderte Strecke führte die knapp 2.000 Radler durch eine wunderschöne Landschaft mit permanentem Auf- und Ab. Ich bereue es nicht mitgefahren zu sein.