Am vergangenen Sonntag fand mit Start und Ziel in Sölden der 32. Ötztaler Radmarathon statt. Für das Team Icehouse standen Harald Böhner, Jörg Hübner und Andreas Hacke am Start.

Andreas Hacke 32. Ötztaler Radmarathon 2012 in Sölden / Österreich.

Was gibt’s zum Ötzi noch groß zu berichten, was nicht eh jeder schon x-fach gehört hat…? Wohl jeder Rennradfahrer hat schon zahlreiche Heldengeschichten über den Gradmesser aller Alpen-Marathons gelesen, gesehen oder erzählt bekommen. Und wohl jeder der dieses Monster von einem Marathon schon selbst besiegt hat, wird zustimmen: Es ist alles wahr!

228 km - 5.200 Höhenmeiter - 4 Pässe - 4.000 "Irre"

Aber gut, vielleicht gibt es ja tatsächlich noch einige, die mit der Materie noch nicht vertraut sind. Daher die Fakten in aller Kürze: 228 km, 5.200 Höhenmeter, 4 Pässe & mehr als 4.000 Irre, die sich den Wahnsinn antun (wollen). Und mitten drin die 3 Musketiere in Rot-Weiß-Schwarz. Im Prinzip hatte auch die diesjährige Ausgabe alle Zutaten zu bieten, die ein ordentliches Stammtisch-Epos benötigt. Von weltuntergangsmäßigen Regenfällen in der Nacht zuvor, über nächtliche Sinnfragen, unglaubliches Wetterglück zum Start, legendäre Anstiege, haarsträubende Abfahrten, funktionierende Gruppen, nicht-funktionierende Gruppen, mentale Krisen, technische Schwierigkeiten, stundenlange Zielzeit-Rechenexempel, Hasstiraden gegen italienische Straßenbauingenieure, bis zu ehemaligen 1-4fachen Toursiegern, denen mal eben das Hinterrad gezeigt wird… Und für alle, die es noch nicht wussten: 4 Jahreszeiten auf einmal gibt’s nicht nur im Hotel und auf der Pizza!

Und wie ist es den drei Team Icehouse-Recken dabei ergangen? Alle sind gesund und munter wieder in Sölden angekommen.

Harald Böhner mit technischen Problemen

Harald Böhner war als erster zurück – allerdings ohne die vier Pässe unter die Räder genommen zu haben, aufgrund technischer Probleme bereits kurz nach dem Start.

Jörg Hübner unter 10 Stunden

Jörg Hübner hat bei seiner bereits dritten Teilnahme endlich die als Minimalziel gesetzte 10-Stunden-Marke geknackt und das Ziel mit einer sehr guten Zeit von 9:43 Stunden, als 331. in seiner Altersklasse bzw. 1110. im Gesamtklassement erreicht. Das Rennen verlief dabei, angesichts eines nicht ganz optimalen bisherigen Saisonverlaufs, recht gut nach Plan. Ohne Defekte, ohne größere Probleme, aber auch ohne, dass das Timmelsjoch am Ende auch nur im Entferntesten was mit „Spaß“ zu tun hätte.

Andreas Hacke unter 9 Stunden

Andreas Hacke hatte sich nach einer sehr gut verlaufenen Vorbereitung, mit dem Ötztaler als großem Saisonziel, (eigentlich schon seit Langem) eine Zeit „Sub9“ als Ziel gesetzt. Im Vorfeld war zwar klar, dass die Leistung dafür reichen sollte, aber auch, dass nichts schief laufen darf, um die ambitionierte Zielsetzung zu erreichen. Letztendlich ist für ihn das Rennen von Beginn an sehr gut verlaufen und auch die widrigen Bedingungen am letzten Pass konnten dabei keinen Strich mehr durch die Rechnung machen. Er finishte den Marathon bei seiner zweiten Teilnahme nach 8:57 Stunden, was gleichbedeutend mit dem 183. Platz in der Altersklasse und dem 456. Platz im Gesamtklassement war.