Während die breite Masse der Marathonläufer ins Ziel unter der beeindruckenden Kulisse des Ulmer Münster strömen, bereiten sich die nicht minder zahlreichen „Kurzstreckler“ auf ihr Rennen vor. Sieger war Raphael Blass. Hier sein Bericht.

Raphael Blass beim Einstein-Marathon 2012 in Ulm.

Der 10km-Lauf ist in der schwäbischen Laufszene eine feste Größe und erfreut sich auch bei der Elite großer Beliebtheit. Stargsast in diesem Jahr war Daniel Unger, Profitriathlet und Weltmeister 2007 auf der Kurzdistanz. Als Favorit ging allerdings Richard Ringer an den Start. Der Friedrichshafener Langstreckenspezialist kann eine Bestzeit von 14:02 über die 5.000 Meter vorweisen und gehört zweifelsohne zur Deutschen Spitze auf der Bahn.

Über tausend Aktive auf der 5 km Strecke

Für die 5 km haben sich knapp über tausend Läufer und Läuferinnen angemeldet. Darunter auch einige bekannte Gesichter aus der deutschen Leichtathletikszene. Allen voran Alina Reh, die 15-jährige vom TSV Erbach gilt als eines der größten Talente ihrer Altersklasse und wird bereits für Olympia 2016 gehandelt. Mit dabei auch Zehnkämpfer Mathias Brugger, der bereits bei Europameisterschaften mit dem deutschen Bundesadler auf der Brust auf Punktejagd ging.

2:42 auf dem ersten 1.000 Metern

Um in aussichtsreicher Postioin starten zu können, reihe ich mich bereits 10min vor Beginn ins Teinnehmerfeld ein. Als um 12:30 dann endlich der Startschuss abgefeuert wurde folgte der schnellste Kilometer den ich jemals bei einem Straßenrennen gelaufen bin. 2:42 zeigte mein Garmin nach 1.000 Metern und gab mir noch einmal einen Motivationsschub, zumal ich im Laufe des Rennes nicht das Gefühl hatte zu schnell angegangen zu sein. Der zweite Km verlief dann relativ unspektakulär und lag mit einer Pace von 3:06 noch deutlich unter meiner erhofften Zielzeit von 15:30. Bei auf dem dritten Kilometer passierte dann die Katastrophe und ich musste zirca 20 wertvolle Sekunden dem Schuhe schnüren opfern. Dies brachte meinen Zeitplan natürlich vollig durcheinander und der 3 und 4 Kilometer wurden deutlich langsamer (3:53/Km 3; 3:19/km 4). Der letze Kilometer lief dann deutlich besser.

Sieg mit einer Zeit von 16:02

Trotz des schwierigen Schlussteils durch das Ulmer Fischervierterl (Kopfsteinpflaster, viele enge Kurven usw.) konnte ich meine Rythmus wieder finden, hinten raus noch deutlich das Tempo steigern und absolvierte den 5. Kilometer in ordentlichen 3:05. Summa Summarum erreichte ich das Ulmer Münster in 16:02 mit denen ich in anbetracht des Rennverlaufs zufrieden sein kann. Zweitplatzierte in der Gesamtwertung wurde übrigens Alina Reh in sehr starken 16:37 vor Mathias Schmid (17:29).

Den 10km-Lauf finishte sehr zu meiner Freude mein alter Trainingskollege vom SSV Ulm Marius Stang in 33:33 als Erster.